1989

Die politischen Umwälzungen waren maßgeblich für das Jahr 1989, wobei hier die so genannten Ostblockstaaten hervortaten. Der wachsende Protest aus der Bevölkerung, der Ruf nach Freiheit, bewirkte am Ende, dass es zur Wende kam, der Eiserne Vorhang fiel und auch der Mauerfall in Berlin möglich wurde. Im Mai 1989 wurden die ersten Grenzanlagen zwischen Ungarn und Österreich abgebaut, ein wichtiges Zeichen für die folgende Politik. Wirtschaftlich gesehen waren die sozialistischen Länder am Boden, dies wirkte sich natürlich auch auf die Politik aus.

Ebenfalls im Mai 1989 wurden in Polen die ersten demokratischen Wahlen für das Parlament abgehalten. Nachdem die Grenze zur Tschechoslowakei erst wieder befestigt wurde und den Menschen die Ausreise verweigert wurde, kam es dennoch am 09. November des Jahres zum Fall der Berliner Mauer und damit des Eisernen Vorhangs. Gleichzeitig wurde der Kalte Krieg beendet, was als Beendigung des „Kurzen 20. Jahrhunderts“ gesehen wird.

Im Jahr 1989 zog die Sowjetunion die Konsequenz, dass das Wettrüsten ein Ende haben müsste. Sie unterzeichnete mit ihren Verbündeten das KSZE-Abkommen in Wien. Zudem zog die SU die Truppen aus Afghanistan zurück. Damit war auch dieser Krieg, der bereits seit zehn Jahren währte, beendet. In der Bundesrepublik wurden Wahlen abgehalten. Hier ging Richard von Weizsäcker als erneuter Sieger im Kampf um das Bundespräsidentschaftsamt hervor.

Auch in Ungarn hat das Jahr 1989 seine Spuren hinterlassen. So wurde im Oktober des Jahres die Republik Ungarn ausgerufen, das war das Ende der Volksrepublik. Gleichzeitig trat eine neue Verfassung in Kraft.  Zwischen der Bundesrepublik und Schweden wurde ein Sozialabkommen geschlossen. Grundlegende Reformen traten auch in Polen im Dezember 1989 in Kraft. In der Tschechoslowakei wird ein neuer Präsident gewählt. Wirtschaftlich bedeutend war die Änderung der Ladenöffnungszeiten. Am 05. Oktober 1989 wurde der erst lange Donnerstag abgehalten. Für die weitere Änderung der Öffnungszeiten war das richtungsweisend. Eine weitere Änderung gab es im Bereich der Wirtschaft für die Bürger der DDR: Das Begrüßungsgeld wurde eingestellt.