2006

Im Januar 2006 bekommt Österreich den Vorsitz im Europäischen Rat zugesprochen, nachdem diesen zuvor Großbritannien innehatte. Im Februar wird das Assoziierungsabkommen zwischen der Europäischen Union und Albanien von beiden Seiten unterschrieben. Im März kommt es zu wachsenden Unruhen unter den Studenten. Die Sorbonne wird besetzt. Grund für die Unruhen ist ein Gesetzesentwurf, der die Kündigungsfristen ändern soll. Angestellten unter 26 Jahren soll ohne Vorwarnung und ohne Einhaltung einer Frist gekündigt werden können.

Zum 19. Mai wird in Deutschland die Mehrwertsteuer angehoben, außerdem erhöht sich die Versicherungssteuer. Ebenfalls im Mai gibt es eine Abstimmung zur Unabhängigkeit von Montenegro. Rund 55 Prozent stimmen dafür. In Berlin wird der neue Hauptbahnhof eingeweiht. Im Juni erklärt Montenegro, dass der Staatenbund mit Serbien nicht mehr gültig und das Land unabhängig sei. Auch Serbien erklärt seine Unabhängigkeit. Italien beginnt mit dem Abzug der Truppen, die bislang noch im Irak stationiert waren. Die Europäische Union will die Stammzellenforschung fördern. Das Bundesverfassungsgericht regelt, dass auch Kinder religiöser Eltern schulpflichtig sind. Montenegro tritt der UNO bei.

Im Oktober findet in Serbien eine Abstimmung zur neuen Verfassung statt, der die Mehrzahl der Bevölkerung zustimmt. Im Dezember werden die Verhandlungen mit der Türkei auf einen Beitritt zur Europäischen Union für eine Zeitlang ausgesetzt. Das US-Unternehmen Microsoft muss im Jahr 2006 rund 280.5 Millionen Euro Bußgeld berappen, was durch die Europäische Union verhängt wurde.

2006 ist das Mozartjahr und finden in Deutschland und in Österreich zahlreiche Veranstaltungen dazu statt. In Paris wird das Musée du quai Branly eröffnet. Hier wird nichteuropäische Kunst ausgestellt. Seit 2003 findet in Berlin wieder eine Loveparade statt. Der Heinz-Cüppers-Preis wird zum ersten Mal verliehen.