2001

2001 wird der Vertrag von Nizza geschlossen. Dieser stellt eine Überarbeitung alter Vertragswerke der Europäischen Union dar. Die einzelnen Institutionen sollen in der Lage sein, jetzt besser zusammenzuarbeiten.  Ebenfalls 2001 findet der Gipfel von Laeken statt. Hier kommen die Regierungschefs und Staatschefs der Europäischen Union zusammen um den Europäischen Konvent einzuberufen. Dabei soll eine neuer Grundvertrag erarbeitet werden, mit deren Hilfe die Entscheidungen und die zugehörigen Verfahren der EU demokratischer und zugleich auch effizienter werden sollen.

Im Januar tritt Griechenland der Währungs- und Wirtschaftsunion der Europäischen Union bei und ist nun der zwölfte Staat, in dem der Euro gilt. Noch gilt er nur als Buchgeld. Ebenfalls im Januar gibt es eine entscheidende Neuerung bei der deutschen Bundeswehr: Jetzt werden auch Frauen an der Waffe ausgebildet. Im Mai 2001 wird Silvio Berlusconi Regierungschef in Italien, als auch das Parlament neu gewählt wird. Im Juni bekommt Rumänien einen Status als Beobachter in der OECD zugesprochen. Jugoslawien liefert den ehemaligen Präsidenten Milosevic an den Internationalen Gerichtshof aus.

Im September erschüttern die Anschläge auf das World Trade Center und auf das Pentagon die ganze Welt. Auch in Europa sind die Menschen schockiert und das öffentliche Leben ist für einige Tage stark eingeschränkt.  Im Oktober werden Serbien und Montenegro Mitglied im Internationalen Währungsfonds. Außerdem wird ein Abkommen zur Stabilisierung und Assoziierung zwischen der Europäischen Union und Kroatien unterzeichnet. 

Im Dezember werden in Frankreich so genannte Starterkits ausgegeben, die auf die Einführung des Euro einstimmen sollen. Wenige Tage später erfolgt die Ausgabe der Starterkits auch in Deutschland. Der Grundwehrdienst in Deutschland wird auf neun Monate verkürzt. In Lettland wird die Beobachtung durch die OSZE als für beendet erklärt. Außerdem gründet sich in Berlin Ver.di, die Gewerkschaft für Angestellte in Verwaltung und Dienstleistung.