1997

Im Januar des Jahres 1997 wird Andorra als neues Mitglied in der Weltgesundheitsorganisation bestätigt. In Prag wird eine Erklärung zwischen Deutschland und Tschechien unterzeichnet, in der es um die Beziehungen der Staaten zueinander und um die zukünftige Entwicklung beider geht.  Im Februar stellt Bulgarien einen Antrag auf Aufnahme als volles Mitglied in die NATO. Im März kommt es in Albanien zu schweren Unruhen, woraufhin durch die Bundeswehr eine Maßnahme zur Evakuierung der Bevölkerung gestartet wird. Im April wird eine internationale Schutztruppe nach Albanien entsendet. Die „Berliner Rede“ wird von Roman Herzog gehalten und dieser fordert, dass auch nach der Wende ein „Ruck“ durch Deutschland gehen müsse.

Im Mai unterzeichnen die Ukraine und Polen eine Erklärung zur Versöhnung der beiden Staaten. In Paris erfolgt die Unterzeichnung der so genannten „NATO-Russland-Grundakte“. Im Juli wird Großbritannien wieder als Mitglied in die UNESCO aufgenommen. Außerdem wird die Charta zwischen der NATO und der Ukraine geschlossen. Im September wird in Tallin in Estland das erste Deutsche Gymnasium eröffnet.  Im Oktober tritt in Polen die neue Verfassung in Kraft. Im Dezember wird die in London stattfindende Konferenz über das Nazigold beendet. In alliierter Verwaltung befinden sich derzeit noch rund 5,5 Tonnen des Goldes der Nazis. Die Rückgabe dieses Goldes an die durch den Holocaust Geschädigten findet aber keine breite Unterstützung.

1997 ist das Jahr, in dem das Klonschaf Dolly der Öffentlichkeit präsentiert wird. Außerdem wird im September die Zeppelin-Luftschifffahrt neu belebt, als der erste Zeppelin startet. Zwischen Deutschland und der Slowakei sowie zwischen Deutschland und Polen wird das Kulturabkommen unterzeichnet. Gerade durch die zahlreichen Kulturabkommen wird deutlich, wie positiv sich der Fall des Eisernen Vorhangs auf die Gesellschaft und die persönliche Bildung und Entwicklung der Menschen auswirkt.