1994

Das Jahr 1994 war für das Verhältnis zwischen Deutschland und Russland bedeutsam, denn seither unterhalten die beiden Staaten ein Partnerschafts- und Kooperationsabkommen. Besondere Beziehungen unterhalt die Europäische Union zu einigen der angrenzenden Staaten, wobei hier insbesondere Norwegen und Liechtenstein genannt werden müssen. Diese Staaten waren Mitglied der Europäischen Freihandelsassoziation, kurz EFTA genannt, und gründeten gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union den Europäischen Wirtschaftsraum. Dieser basiert auf dem Europäischen Binnenmarkt und stellt eine Erweiterung desselben dar.

Im Januar 1994 wird das Europäische Wirtschaftsinstitut gegründet und die Grundlagen für den Europäischen Wirtschaftsraum werden geschaffen. Im Februar kam es in Belgien zu einer Änderung der Verfassung, als das Land zum Bundesstaat erklärt wird. In der Schweiz wird in dem Monat eine Volksinitiative durchgeführt, mit der die Alpen geschützt werden sollen. Im März erfolgt die Auflösung der Britischen Rheinarmee. Teile des Heers bleiben aber in Deutschland und tragen den Namen British Forces Germany.

Im April stellt Ungarn den Antrag auf Aufnahme in die Europäische Union und Andorra wird in den Europarat aufgenommen. Außerdem wird die Welthandelsorganisation gegründet. Im Juni entscheidet sich Österreich dazu, der Europäischen Union beizutreten, Russland und die EU unterzeichnen ein Abkommen für Partnerschaft und Kooperation. Im Juli 1994 findet in Neapel das Treffen der G7 Staaten statt, an dem erstmalig auch ein russischer Präsident – Boris Jelzin – teilnimmt.

Im August werden die letzten Truppen Russlands aus Estland abgezogen, außerdem verlassen die letzten Truppen Lettland. Auch die Westgruppe Russlands wird aus Berlin verabschiedet. Im Oktober entscheiden sich nun auch die Finnen dazu, der Europäischen Union beizutreten. In Bulgarien wird das Parlament aufgelöst.  Schweden folgt der Entscheidung für einen Beitritt zur EU im November, ein landesweites Referendum liegt dem zu Grunde. Norwegens Bevölkerung ist zum zweiten Male gegen einen Beitritt zur EU. Mit knapper Mehrheit (52,2 %) hat sich das Volk dagegen entschieden.